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Jahr für Jahr verunglücken hunderte Menschen an Seen, Teichen und Flüssen – oft tödlich! Verständlich, dass die Rettung aus dem Wasser für die „Gelben Engel der Lüfte“ zunehmend wichtiger wird. Der in Dölzig stationierte Rettungshubschrauber „Christoph 61“ wurde bereits drei Mal (seit der ersten Schulung im vergangenen Jahr) zu Rettungen aus dem Wasser gerufen. So wurde Anfang des Jahres eine stark unterkühlte Frau per Hubschrauber aus einem See nördlich von Delitzsch gerettet, die zuvor auf dem Eis eingebrochen war. Den Einsatzkräften stehen nach der Alarmierung durch die Leitstelle oft nur wenige Minuten zur Verfügung, um das Leben des Verunglückten zu retten. Jeder Handgriff für eine schnelle Bergung aus dem Wasser muss dann sitzen, jede Absprache zwischen den Einsatzkräften eindeutig sein und die Planung exakt in die Realität umgesetzt werden.

Der schnelle Einsatz der Rettungskräfte aus den ADAC-Luftrettungsstationen wird deshalb von den Experten regelmäßig trainiert. In der Woche vom 23. bis 27.Mai 2011 probten die ADAC-Luftretter von den Stationen Senftenberg, Berlin, Neustrelitz, Perleberg und Leipzig-Halle am Hufeisensee bei Halle (Saale), auf dem dortigen Gelände des Tauchclubs Orca, deshalb den Ernstfall. Die Feuerwehr Halle und die DLRG unterstützten das Training mit ausgebildeten Kräften. Taucher stellten im rund 10 °C kalten Wasser des Sees die zu rettenden Verunglückten dar.
Die Vorbereitung einer sogenannten Rettungsschlinge für den Verunglückten, die eindeutigen Kommandos zwischen der Besatzung, die richtige Positionierung des Hubschraubers und der Rettungskräfte, aber auch die nachfolgende gefahrfreie Bergung werden gründlich besprochen, vorbereitet und dann in praktischen Übungen vertieft.
Youtube-Video (720p) von einer Übungseinheit, hier: http://www.youtube.com/watch?v=G0ORR0Fv1Ns
Fotos und Video: Daniel Bujack |