
Knapp 6 Wochen nach dem schweren Busunglück mit dem polnischen Bus auf dem südlichen Berliner Ring am Schönefelder Kreuz trafen sich die beteiligten Einsatzkräfte, unter ihnen auch der Pilot des Christoph 39 Perleberg Marian Lindner, Notarzt Prof. Dr. Rolf Dein sowie Rettungsassistent Thomas Hennig, auf Einladung der brandenburgischen Landesregierung, dem Landkreis Dahme-Spreewald und der polnischen Botschaft zu einer Dankesfeier in Schönefeld. Als weitere Vertreter der ADAC Luftrettung waren auch Detlev Tischler und Uwe Kleemann vom Christoph Brandenburg aus Senftenberg sowie Martin Handschuh für die Crews von Christoph 61 und Christoph Leipzig anwesend.

Der Ministerpräsident von Brandenburg Matthias Platzeck sprach den Anwesenden seine Anerkennung und Respekt aus. Hochkonzentriert und hochkompetent haben alle dazu beigetragen, um Schmerz und Leid zu lindern, lobte Platzeck. Und das, obwohl jeder am Unfallort Schreckliches gesehen habe. „Allein Sie, die Sie vor Ort waren, wissen, von welchen Bildern ich rede“, sagte Platzeck. Für ihr „großes Engagement“ wolle er ihnen danken. Die Helfer haben in diesen Stunden weit mehr getan, als nur ihre Pflicht. Von einem Helfer hätte er im Nachhinein gehört, alle hätten sich ohne Zaudern in den Dienst der Sache gestellt, Feuerwehrleute haben sich, dort wo es Sinn machte, eingebracht. Dabei war es nicht mehr erkennbar, welcher Einheit man angehörte. Das war auch nicht nötig, sie einte die Aufgabe. Wenn es darauf ankommt, dann funktioniert der Katastrophenschutz im Land. Die polnischen Medien hätten mit größter Achtung über den Einsatz berichtet. Die Landesregierung Brandenburgs werde alles tun, die bestehenden Strukturen zu erhalten.

Die Professionalität von Feuerwehr, Polizei und den medizinischen Kräften hob der polnische Botschafter hervor. Er erinnerte sich an einen Besuch in einem Krankenhaus, wo er eine Patientin fragte, was ihr fehlt. Sie antwortete darauf, dass ihr die Möglichkeit fehlt, auf Deutsch den Helfern und Ärzten für ihre Hilfe zu danken.

Landrat Stephan Loge wich von seiner ursprünglichen Rede ab. Er habe den Einsatz der Kräfte vor Ort gesehen und fühlte sich ihnen zugehörig.
Der Bürgermeister von Zlocieniec, der selbst Angehörige unter den Opfern hatte, übermittelte seinen Dank schriftlich durch seinen Stellvertreter.
Bei dem Unfall sind 14 Menschen ums Leben gekommen, 37 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Insgesamt 477 Retter waren im Einsatz, darunter die Rettungshubschrauber Christoph 49 Bad Saarow, Christoph Brandenburg aus Senftenberg, Christoph 61 Leipzig, Christoph Leipzig, Christoph 35 Brandenburg sowie Christoph 39 Perleberg,
Fotos: © Feuerwehr-Doku.de, Marian Lindner |