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Sep
2010
Rettungsdienstfortbildung in Perleberg Drucken E-Mail

Notfallübung am Kreiskrankenhaus PerlebergSamstag - 04. September 2010 - 13:05 Uhr, Perleberg. Hinter dem Kreiskrankenhaus in Perleberg ertönt ein Martinshorn - Acht Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus dem Perleberger Ortsteil Spiegelhagen, ein Team der Bodenrettungswache sowie ein Team der Luftrettung eilten zu einem lädierten Auto.

Katrin Krüger, leitende Notärztin des Perleberger Rettungshubschraubers "Christoph 39", hatte zu einer gemeinsamen Übung eingeladen. Aufgabe: Rettung von eingeklemmten Schwerverletzten.

„Es kommt uns darauf an, das Zusammenspiel von Notarzt, Rettungssanitätern und Feuerwehrmännern zu proben. Wie läuft die Kommunikation ab, wie reagiert man aufeinander, wie wirkt man zusammen?“, so Notärztin Katrin Krüger.

Vortrag im HangarIm Ablauf, so erläutert Notarzt Dr. Erik Weidmann, agieren Rettungskräfte und Feuerwehr am Unfallort überwiegend abwechselnd, und im besonderen Fall auch parallel. Dies bedarf einer sehr guten Absprache der Beteiligten. Der Bereichsleiter Rettungsdienst leitet gemeinsam mit dem Spiegelhagener Wehrführer Holger Schelle die Übung.

Viele Gäste fanden sich ein, um das Vorgehen der Akteure zu beobachten. Sobald die Feuerwehrkameraden einen Zugang zur rückwärtigen Sitzbank des Unfallautos geschaffen hatten, begannen Notarzt und Sanitäter mit der Erstversorgung der „Verletzten“. Gleichzeitig entfernten die Blauröcke alle Scheiben und mit einem Schneid- und Spreizgerät Türen, Dachsäulen sowie schließlich das komplette Dach. Erst dadurch war es möglich, das „Opfer“ mit vermutetem Wirbelsäulenschaden per Rettungsbrett sehr schonend zu befreien.

Verletzter im FahrzeugNach 35 Minuten waren beide Personen "gerettet", gab es Applaus von den Umstehenden. „Alles hat bestens geklappt, alle waren sehr umsichtig, wir waren recht schnell“, resümierte Wehrführer Holger Schelle unter Zustimmung von Mediziner Dr. Erik Weidmann.

Copyright Foto: M. Hase