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2008
23.06.2008 - Offizielle Einweihung + Tag der offenen Tür Drucken E-Mail
Geschrieben von: Werner Latten / Daniel Bujack   
D-HKUE auf zweitem, oberen Helipad zur Patientenübernahme

Am 23.06.2008 war es nun soweit, am Kreiskrankenhaus in Perleberg wurde nun auch offiziell die neue Bodenrettungsstation und das Luftrettungszentrum des Christoph 39 eingweiht.

 

Mit rund 1,6 Millionen Euro beteiligte sich der ADAC an dem neuen Luftrettungszentrum, während die Bodenrettungsstation mit rund 850.000 Euro durch den Landkreis finanziert wurde.

 

Geschäftsführerin der ADAC Luftrettung: Susanne Matzke-AhlUm 11.30 Uhr begrüßte die Geschäftsführerin der ADAC-Luftrettung, Susanne Matzke-Ahl, bei sonnigem Wetter die ca. 200 erschienenen Gäste vor der neuen Bodenrettungswache, gleich neben dem neuen Hangar von Christoph 39. In ihrer Begrüßungsrede hob sie die Bemühungen der einzelnen, beteiligten Organisatoren hervor und dankte ihnen für das Engagement.

Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie, Dagmar Ziegler (SPD)Die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg, Dagmar Ziegler, betonte in ihrer Rede den langen Weg von der Genehmigung bis hin zur Inbetriebnahme der Station. Sie dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und wünschte allen Beschäftigten viel Erfolg. Durch die Zusammenlegung der Luft- und Bodenrettungsstation im gleichen Gebäude sei ein leitungsstarkes Rettungszentrum entstanden. Für entlegene Ortschaften im Landkreis oder entlang der Elbe, zwischen Wittenberge und Tangermünde, gibt es auf rund 80 Kilometern keine Elbbrücke, kommt der Hubschrauber besonders zum Tragen.

 

 

Der Prignitzer Landrat Hans Lange begann seine Rede mit den Worten „Es ist vollbracht“. Auch er zeigte den langen Weg von der Idee bis zur Verwirklichung auf.

 

 

Präsident des ADAC, Peter MeyerPeter Meyer, der Präsident des ADAC, ließ es sich trotz seines engen Terminplanes nicht nehmen, an der Feier teilzunehmen. Man hatte ihn kurzerhand mit einem zweiten ADAC-Hubschrauber (D-HSOS) eingeflogen.

Er richtete seine Worte an die Mitarbeiter und Gäste, ließ die Vergangenheit der ADAC-Luftrettung ein wenig Revue passieren und wies auf die Erfolge hin. Seit Beginn der Luftrettung in Deutschland, durch die gelben Engel, wurde etwa 1,2 Mio. Menschen geholfen bzw. wurden diese gar gerettet.

 

 

"Zeit kostet Herzmuskel. Zeit kostet Gehirn bei Schlaganfällen", so der medizinische Leiter des Kreiskrankenhauses Perleberg, Prof. Dr. med. Rolf Dein. Er beschrieb seine enge Verbundenheit zur Luftrettung, die durch seine Tätigkeit in der Rettung in Hamburg begründet war. Ein Grund für seinen Wechsel zum Kreiskrankenhauses Perleberg sei das Versprechen des Geschäftsführers Wolfgang Korzen gewesen, dass man in absehbarer Zeit, einen Rettungshubschrauber nach Perleberg holen wolle. Er hat sein Versprechen gehalten. Er hob die Bedeutung aus medizinischer Sicht hervor. An seinen ersten 20 Einsatztagen flog Christoph 39 bereits beträchtliche 66 Rettungseinsätze, was die Notwendigkeit zusätzlich unterstreiche. Mehrere Patienten wurden zur optimalen Behandlung u.a. zum UKB Berlin-Marzahn geflogen.

 

 

v.l. Ministerin Ziegler, ltd. Rett-Assistent Steffen Guhl, ltd. Hubschrauberärztin Katrin Krüger, Stationsleiter Marian Lindner und ADAC Präsident MeyerDie Bodenrettungsstation wurde durch die symbolische Überreichung eines Rettungswagen und einer Erinnerungsplakette offiziell übergeben. Die Luftrettungsstation, sowie der Hubschrauber Christoph 39, wurden dann durch Frau Ministerin Ziegler und Herrn Meyer durch Überreichung des obligatorischen Hubschrauberstick an den Stationsleiter Marian Lindner, der leitenden Hubschrauberärztin Katrin Krüger und dem leitenden Rettungsassistenten Steffen Guhl offiziell in Betrieb genommen.

 

 

Zum Schluss überreichte der Bürgermeister der Stadt Perleberg, Fred Fischer dem ADAC-Präsidenten Peter Meyer zur Erinnerung eine Figur des Roland, dem Wahrzeichen der Stadt. Auch der Hubschrauber wurde bedacht, er erhielt die Wappen von Perleberg für die Seitentüren. Als Glücksbringer für den Hubschrauber überreichte er der Crew einen Roland als Schlüsselanhänger.

 

Als interessierte Zuhörer waren auch ADAC Vizepräsident für Technik, Werner von Scheven und Friedrich Rehkopf, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, neben vielen anderen Land- und Gemeinderäten und Verantwortliche der umliegenden Leitstellen im umstehenden Publikum zu sehen.

 


Übrigens... der Hauptakteur, Rettungshubschrauber Christoph 39 und die diensthabende Crew nahmen nicht an der Feier teil, sich gingen ihrer Pflicht nach - kurz vor Beginn der Ansprache wurde er zu einem dringenden Verlegungsflug gerufen. Ein Patient mußte von Perleberg in eine andere Klinik notverlegt werden. Anschließend kam es zu einem Folgeeinsatz nach Güstrow (M-V).


Nach der offiziellen Feier konnten die Luft- und Bodenrettungsstation, und nach seiner Rückkehr von seinen Einsätzen, auch der Hubschrauber, von der interessierten Öffentlichkeit im Rahmen eines Tages der offenen Tür besichtigt werden. Bis dahin stand stellvertretend die D-HSOS zur Besichtigung auf der Plattform zur Verfügung. Sie flog dann am Nachmittag mit ADAC Präsident Peter Meyer von dannen.

 

Der Hunger konnte mit Erbsensuppe aus einer echten Feldküche und Bratwürsten vom Grill gestillt werden. Bei Kaffee und Kuchen unter freiem Himmel , entwickelte sich so manches interessantes Gespräch.

 

Gäste Uberblick

D-HSOS im Anflug Heli vor Hangar

Tag der offenen Tür Abflug

Blauer Himmel zum Abschied

 (c) 2008 Copyright der Fotos: Daniel Bujack